Einbau des neuen 2-Zoll-Crayfordauszuges TS FOC NC 2
Mein Newton ist ja schon ab Werk mit einem guten 2"-Auszug ausgestattet. Mit der austauschbaren 1,25"-Aufnahme können beide gängigen Okulargrößen verwendet werden. Eigentlich war ich mit diesem Auszug auch sehr zufrieden. Das "shiftig", also das Spiel im seiner Mechanik beim Wechsel vom Rein- bzw. Rausdrehen, ließ sich mittels kleiner Justierschräubchen minimieren, allerdings nicht ganz beseitigen. Dies hat mich bis dahin auch auf Grund der hohen Preise hochwertigerer Auszüge nie besonders gestört.
Bei meinen Sternfreunden Christian Seip und Toni Mayer habe ich dann den neuen 2-Zoll-Crayfordauszug TS FOC NC 2 von Teleskop-Service ausprobieren können. Da der Auszug nach dem Crayford-Prinzip kugelgelagert ist und mittels eines Reibtriebes statt einer Zahnstange bewegt wird, läuft er spielfrei und butterweich. Natürlich ist er in der "Gängigkeit" trotzdem noch justier- und auch feststellbar. Grade bei extremen Vergrößerungen ist das fokussieren damit eine wahre Freude! Der Auszug ist sogar mit einem 2"-Filtergewinde ausgestattet. Man kommt allerdings nur etwas umständlich vom Tubus-Inneren da ran.
Sehr schön ist, dass die beiden Okularaufnahmen (ein 1,25"-Adapter ist dabei!) die Okulare nicht nur mit simplen Klemmschrauben sondern mit soliden Messing-Klemmspangen halten. So sitzen die Okulare gut zentriert und werden nicht verkratzt. Bei seinem Preis von nur 99,- Euro und dem damit verbundenen, außerordentlich guten Preis-Leistungs-Verhältnis, war die Sache klar: Der Auszug mußte her!
Die Basisplatte wird vom Okularauszug mittels zweier Madenschrauben (Imbus) gelöst und am Tubus befestigt. Die Bohrungen paßten mit denen des alten Auszuges überein!
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Anschließend wird der Auszug wieder auf die Basisplatte montiert. Ich habe ihn dabei so gedreht, dass die Fokussier- rädchen quer zum Tubus liegen. So ist immer ein Fokussier- rädchen gut erreichbar, egal wierum der Tubus auf der Monti "geschlagen" ist.
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Der Crayford von oben: Die Messing-Klemmspange ist gut erkennbar!
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Einziges kleines Manko: Wegen der im Vergleich zum alten Okularauszug geringeren Baulänge wird eine zusätzliche 2"-Verlängerungshülse mit 35 mm Bauhöhe benötigt. Die hat aber vorteilhafterweise ebenfalls eine Messing-Klemmspange und ein 2"-Filtergewinde. So können Filter im Auszug verbleiben, wenn die Okulare gewechselt werden.
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Fertig, der neue Okularauszug ist montiert. Die 1,25"-Reduzierung wird nun von der Verlängerungs- hülse aufgenommen.
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Mein Sternfreund und Vereinskollege Toni Mayer hat an seinem 10-Zöller ebenfalls diesen Auszug montiert. Seine Beschreibung findet Ihr auf seiner homepageseite http://www.ajoma.de/html/tuning.html.
Am 12. Mai 2005 habe ich bei ersten praktischen Tests ein kleines Manko bei dem Auszug entdeckt:
Bei dem 1,25-Adapter drückt die Klemmschraube nicht mittig (also der Breite nach gesehen) auf die Messing-Klemmspange sondern etwas versetzt auf die vordere Kante! Dadurch wird beim Feststellen die Spange etwas verkippt und damit wiederum leider auch das Okular.
Der Fehler tritt nicht nur bei meinem OAZ auf, sondern auch bei dem selben Modell eines Vereinskollegen. Es scheint sich also um einen Serienfehler zu handeln.
Erste Hilfe: Mit einem kleinen Schraubendreher die Klemmspange so im Adapter verdrehen, dass die Klemmschraube nicht die Spange sondern die Lücke in der Spange und damit direkt das Okular trifft. Die Klemmschraube reicht aus, um die Okulare sicher zu halten.
Schade nur, dass die Funktion der Spange dabei verloren geht. Vielleicht kann dieser Fehler aber bei der zukünftigen Fertigung berücksichtigt werden. Ich habe Wolfi Ransburg von Teleskop-Service bereits darüber informiert. Er will es jedenfalls an die Herstellung weitergeben.
Hier geht es zurück zur Übersicht Tuning oder direkt zu:
- Ein Tragegriff für den Tubus
- Einbau des neuen 2"-Crayfordauszuges TS FOC NC 2
- Zweiter Sucherschuh
- Rotationshilfsschelle für unter 5,- Euro
- Velours in den Tubus
- Änderung der Hauptspiegelzelle vom Vixen R130S
- Tubus-Ventilation
Die Basisplatte wird vom Okularauszug mittels zweier Madenschrauben (Imbus) gelöst und am Tubus befestigt. Die Bohrungen paßten mit denen des alten Auszuges überein!
Anschließend wird der Auszug wieder auf die Basisplatte montiert. Ich habe ihn dabei so gedreht, dass die Fokussier- rädchen quer zum Tubus liegen. So ist immer ein Fokussier- rädchen gut erreichbar, egal wierum der Tubus auf der Monti "geschlagen" ist.
Der Crayford von oben: Die Messing-Klemmspange ist gut erkennbar!
Einziges kleines Manko: Wegen der im Vergleich zum alten Okularauszug geringeren Baulänge wird eine zusätzliche 2"-Verlängerungshülse mit 35 mm Bauhöhe benötigt. Die hat aber vorteilhafterweise ebenfalls eine Messing-Klemmspange und ein 2"-Filtergewinde. So können Filter im Auszug verbleiben, wenn die Okulare gewechselt werden.
Fertig, der neue Okularauszug ist montiert. Die 1,25"-Reduzierung wird nun von der Verlängerungs- hülse aufgenommen.