Stephan's "8-Zöller"-Seite
Ein Newton-Teleskop und wie man es optimieren kann ...

Planeten-Modell mit Gummibandantrieb

Da ich auch öfter mal in einigen Schulen zu Gast sein darf, und dabei den Kindern auch etwas über unser Sonnensystem erkläre, benötigte ich dann irgend wann ein Planetenmodell. Die Tortenhaube meiner Frau schien mir besonders geeignet zu sein, Sonne, Mond und Erde darin unter zu bringen. Für unsere Kuchen hat mich das dann später eine neue Tortenhaube gekostet. ;-)

Das Modell sollte zeigen:

  • daß sich die Erde um die Sonne dreht,
  • daß sich der Mond um die Erde dreht,
  • wie Tag und Nacht entstehen,
  • wie die Jahreszeiten entstehen,
  • daß sich der Mond in einem Jahr rund 12 mal um die Erde dreht,
  • daß der Mond kleiner ist als die Erde,
  • wie Finsternisse entstehen,
  • was die Ekliptik ist.

Da der Einfachheit halber ein elektrischer Antrieb nicht in Frage kam, schnitt ich aus der transparenten Haube erst einmal den Boden aus. So kann man später in das Modell hinein greifen und die Erde bewegen.

Die kleine Mondscheibe und die Drahthalterungen. Die große Sonnenscheibe, die darunter liegende Antriebsscheibe ist verdeckt.Als Modell für Erde und Mond nahm ich je eine Holzkugel, meine Erde hat einen Durchmesser von 24 mm, der passende Mond hat dann 8,5 mm Durchmesser. Die Sonne wird von einer 12V-Kfz-Glühbirne dargestellt. Diese kann in der Sternwarte Diez am Akku-Netz und sonst über ein 12V-Netzteil betrieben werden.

Auf der blau gespritzten Grundplatte ist eine große Holzscheibe, die Sonnenscheibe, angebracht. Gegen diese wird mittels Gummiringen die von Umfang her 12 mal kleinere Scheibe des "Mondantriebes" gezogen. Daran ist mittels eines Drahtes der Mond befestigt. Die Achse der Mondscheibe ist gleichzeitig Halterung für die Erde. Diese ist mittig durchbohrt. In dieser Bohrung befindet sich ein Draht als Erdachse. Die wiederum liegt in einer Drahtgabel der Halterung. Die Erde kann also um ihre realistisch geneigte Achse gedreht werden, um Tag und Nacht zu simulieren. Die Gummiringe laufen über zwei gleich große Scheiben, deren eine unter der Sonnenscheibe angebracht ist. Dadurch wir ein Verdrehen der Erdachse verhindert. Bewegt man nun den Fuß des Erdmodels um die Sonnenscheibe herum, wird durch die Reibung zwischen Sonnen- und Mondscheibe der Mond bei einem Umlauf um die Sonne etwa 12 mal um die Erde gedreht. Durch die gleichgroßen Antriebsscheiben zeigt die Erdachse dabei immer in dieselbe Richtung!

Blick von der Sonne in den SommersternhimmelIn die transparente Haube habe ich mittels Folienschreiber die Ekliptik und die Tierkreissternbilder aufgemalt, uns zwar von der Sonne her lesbar. So können nun auch der Sonnenlauf durch den Tierkreis sowie die Sommer- und Wintersternbilder erklärt werden.

Die Sonne ist übrigens nicht im Zentrum der Sonnenscheibe sondern etwas exzentrisch befestigt. So kann auch der größere Sonnenabstand im Sommer und der kleinere Sonnenabstand im Winter in Verbindung mit der Erdachse erklärt werden.


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